»NACKTE TATSACHEN AUS DER UMKLEIDEKABINE«

ZUKUNFTSVISION –

Wie werden wir die Beziehung zwischen
Kunde, Produkt und
Verkaufsberater (als Vertreter der Unternehmen)
in Zukunft gestalten, um wertebasierte Produkte und Innovationen zu entwickeln?

 Am Beispiel von Unterwäschekollektionen
für die Damenoberbekleidung DOB

 

„Nackte Tatsachen aus der Umkleidekabine“ ist ein laufendes Designforschungsprojekt, welches den Kunden und seine Gründe für eine Kaufentscheidung fokussiert. Die Beobachtungen, die ich als Verkaufsberaterin in einem Kaufhaus durchgeführt habe, zeigten mir, das ein Austausch, zwischen Kunden und Unternehmen, bzw. Verkaufsberatern und Unternehmen, über die Wünsche, Ansprüche und Kritikpunkte an den Produkten, kaum stattfindet und die Selbstbedienung der Kunden in einem Kaufhaus, meistens im Vordergrund steht.
Ich stelle die Hypothese auf, dass wir Rahmenbedingungen zur kollaborativen Gestaltung und Verbesserung des Gefüges Kunde – Produkt – Unternehmen (im Einzelhandel vertreten durch die Verkaufsberater) unterstützen könnten, um aktiv eine qualitative und innovative Produktverbesserung und Kundenbindung, die sich in der Zufriedenheit der Kunden und hohe Abverkäufe widerspiegelt, zu schaffen. Handlungsbefähigende Inklusion von Kunden und von Verkaufsberatern in gestalterische und unternehmerische Entscheidungs- und Wandlungsprozesse in der Produktentwicklung, verstehe ich als ein vielversprechendes Vehikel, um die kommunikativen Strukturen im Einzelhandel, die Begeisterung für die Produkte nachhaltig zu verbessern: die Schaffung von Umständen, welche eine kollektive Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme (i.S. von Autorschaft) begünstigt, schafft verbindliche, motivierte und vertrauensvolle Beziehungen der Verkaufsberater zu ihren Kunden und Unternehmen, sowie, der Kunden zum Unternehmen, mit ihren Produkten. Zudem begünstigt es ein Angebot/Sortiment zu entwickeln und zusammen zu stellen, dass eins zu eins mit den Wünschen, Ansprüchen und den Körpern der Kundinnen übereinstimmt.

Ziel:
Ziel ist es eine Infrastruktur mit virtuellen als auch physischen Schnittstellen iterativ wie auch partizipativ zu entwickeln. Es soll einem möglichst breitem Schnitt von Verkaufsberatern und Kunden erlaubt werden, Frage-, Problem- und Wunschvorstellungen von kollektivem Interesse, die zu einer Kaufentscheidung führen, zu identifizieren und zu bearbeiten. Diese kollektiven Handlungsräume bilden sich, so die Hypothese, positiv in der Produktentwicklung, der Kundenzufriedenheit und Kundenbindung ab.

Ein weiteres Ziel ist es Bewertungskriterien für die Ergebnisse zu entwickeln, um mit Ihnen einen Strukturplan für Zielgruppendefinition, Kollektionsaufbau – NOS, Basics im Verhältnis zu neuen Trends- festzulegen, der am Ende dazu dient die Konzeption von Kollektionen und die Entwicklung von Innovationen zu erleichtern und so auf die Kundenwünsche eingeht, dass ein optimaler Abverkauf, durch eine optimale Übereinstimmung, sich ergibt.

Fragestellungen:
Welche Gründe sind es, die Kunden zu einer Kaufentscheidung bewegen?

Welche Merkmale hat ein Produkt aufzuweisen, dass der Kunde es kauft?

Welche Merkmale sind sehr bedeutsam für das Produkt Unterwäsche? Welche Rolle spielt der Körper?

Welche Methoden haben Unternehmen bisher entwickelt, um ihre Produkte zu verbessern und ihre Umsätze zu steigern?

Welche Rolle spielt die Nachhaltigkeit in Bezug darauf Verantwortung zu übernehmen?

Wie kann ein nachhaltiges, selbsttragendes System zum Austausch von Wissen entstehen, das durch seine Akteure -Unternehmen, Kunden, Verkaufsberater – (mit-)getragen wird? Wissen im Sinne von, Kenntnis darüber zu haben was die Wünsche und Ansprüche von Seiten der Kunden sind, Ideen und Kritikpunkte zu sammeln, genauso die Weitergabe von Produkt- und Unternehmerinformationen an die Kunden.

Wie kann Design als infrastrukturelle Instanz gemeinsam mit Unternehmen, Verkaufsberatern und Kunden Werkzeuge zur Handlungsbemächtigung entwickeln?

Wie wirkt sich die Erweiterung des kollektiven Handlungshorizonts auf die Beziehung zwischen Unternehmen, Verkaufsberatern und Kunden, auf die Produktentwicklung/ -gestaltung und damit Kaufentscheidung aus?

Welche Methoden und Interfaces erlauben die Partizipation von möglichst breiten Kunden- und Verkaufsberaterschichten?

 

Für die weitere Fortführung und Umsetzung dieses Designforschungsprojektes suche ich ein Unternehmen aus der Lingerie-Branche für eine Zusammenarbeit. Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf. Ich freue mich auf Rückmeldungen und Anfragen.

 

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Welche Ansprüche und Werte legen wir zukünftig in die Qualität von Gestaltungsaufgaben in der Mode?


Wie schaffen wir Modedesigner und Unternehmer der Bekleidungsbranche den Spagat zwischen Mode als Kunst, Lieferant von Trends und als kommerzieller Dienstleister?

  • Hinter die Kulissen blicken, wie wird gestaltet? Welche Schritte durchläuft ein Kleidungsstück von der Idee zum fertigen Produkt? Wo liegen die Unterschiede in der Produktion?
  • Verdeutlichen, dass es unterschiedliche Ansprüche an der Qualität von Gestaltungsaufgaben, genauso wie produziert wird, welche Materialien eingesetzt werden, wie Menschen bezahlt werden.
  • Hinterfragen unsere Haltung und Einstellung zu unsere Kleidung. Es betrifft das Thema Nachhaltigkeit.